Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg

  • Standort: Lutherstadt Wittenberg
  • Art: Sicherung und Restaurierung
  • Status: in Ausführung
  • Leistungsphasen: 1 - 8

Gesamtsanierung UNESCO-Weltkulturerbe Schlosskirche Wittenberg

Ziel der geplanten Maßnahmen zur Konservierung, Restaurierung und allgemeinen Instandsetzung war die Erhaltung der Schlosskirche Wittenberg in der Fassung von 1883 bis 1892 als Gedenkort für die Reformation, einschließlich der dazu gehörenden Ausgestaltung, Innenausstattung sowie der Epitaphe an den Choraußenwänden.
Die Schlosskirche Wittenberg wird ihrer Bedeutung wegen von ca. 300.000 Besuchern im Jahr besichtigt. Daraus sind Anforderungen erwachsen, für die das Denkmal nicht konzipiert war.
In der Abwägung zwischen Nutzerinteressen und der Erhaltung als Gedenkort wurde der Erhaltung des Denkmals in seiner Substanz und seiner Gestaltung vorrangige Bedeutung beigemessen.
Genau dies mit der Sanierung sicherzustellen, war die große Herausforderung der Bauaufgabe, die aufgrund Ihres beträchtlichen Umfanges von 2011 bis 2016 ausgeführt wurde.

Der Innenraum der Schlosskirche ist eine Neuschöpfung des Kirchenraumes von 1892 unter Friedrich Adler. Er gilt als einer der am besten erhaltenen, authentischen Innenräume des wilhelminischen Historismus. Spätere Hinzufügungen, wie die Radleuchter oder der Windfang am Thesenportal wurden unauffällig in das Konzept integriert.
Sämtliche Arbeiten, die zur Erhaltung des Bestandes von 1892 ausgeführt werden mussten, hatten deshalb grundsätzlich konservierenden Charakter. In begründeten Ausnahmen, die der Rücknahme zwischenzeitlicher Veränderungen dienten, waren auch ergänzende oder wiederholende Arbeiten (Restaurierung, Rekonstruktion) zulässig.

Insgesamt handelte es sich um eine höchst anspruchsvolle Sanierungsaufgabe eines Kirchengebäudes von weltgeschichtlichem Rang an einem authentischen Schauplatz der Reformation.